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Marc Faber empfiehlt Gold
zu kaufen
Gold und die Ranch
Es ist fast schon wieder eine Woche her. Das ist heute der zweite Tag meines Urlaubs, und ich bin immer noch mit der Abrechnung beschäftigt, nur etwas weniger ernsthaft als normalerweise.
Ende der Woche schien der
Aktienmarkt zu zaudern. Er
wusste nicht, ob er
steigen oder fallen sollte
... also hat er nichts
getan. Auf der anderen
Seite hatte sich Gold noch
ehe die Märkte öffneten
entschlossen und ist um
mehr als 20 Dollar nach
unten gegangen.
Was ist los mit Gold? Ich weiß es nicht. Aber ich bin sehr neugierig und sehr daran interessiert es zu wissen. Laden die Spekulanten Gold ab um sich in andere Positionen zu begeben? Davon gehen einige der Kommentatoren aus. Doch von all den Dingen, die man verkaufen könnte um an Geld zu kommen, erscheint mir Gold als dasjenige, was man am wenigsten loswerden wollen sollte - ganz besonders dann, wenn man sich die Zustände an den Märkten ansieht.
Um genau zu sein, möchte
man vielleicht eher sogar
mehr Gold haben, nachdem
Aktien, Anleihen und ganz
besonders Immobilien immer
volatiler und weniger
ansprechend werden, so
dass man vielleicht
darüber nachdenken will,
Gold als
Wohlstandsversicherung zu
kaufen. Es bringt einem
die Vorteile von Gold und
bietet vollständigen
Schutz vor dem Verlust
auch nur eines Cents.
Wie ich in meinem neuen Buch, das bald in Amerika erscheinen wird, schreibe, ist jeder Markt ein öffentliches Spektakel. Und jedes öffentliche Spektakel folgt dem gleichen Muster. Es beginnt mit Lügen und Unsinn - "geringen "Notfall"-Kreditsätzen von der Zentralbank, einer Währung, die nur auf Vertrauen basiert ... Aktien auf lange Sicht. Dann geht es über zur Farce - Hedgefonds, Hypotheken mit geringer Nachweispflicht und endet dann in der Katastrophe.
Ich habe schon viel Unsinn
und Farce gesehen. Die
Phase der Katastrophe
beginnt in diesem
Augenblick. Countrywide
Financial - Amerikas
größter Kreditgeber -
steht womöglich dem
Konkurs gegenüber, heißt
es bei Merrill Lynch. Die
Aktie hat sich bislang
halbiert.
Und was noch wichtiger ist, sowohl Home Depot als auch Wal-Mart - Amerikas größte Einzelhändler - warnen, dass die Erträge nicht mehr das sein könnten, was sie einst waren. Könnte dies das lang erwartete Signal sein, dass die Verbraucher ihre Ausgaben jetzt doch einschränken? Vielleicht.
Auszüge aus einem
Interview auf CNBC-TV18
mit Marc Faber:
Frage: "Wie deuten Sie
die Ereignisse, die sich
in den vergangenen 14
Tagen abgespielt haben?
Wie glauben Sie, wird das
ausgehen?"
Antwort: "Im Grunde sind
die amerikanischen Märkte,
wie Sie wissen, bis zum
16. Juli gestiegen. Der
Dow hat am 17. Juli seinen
Höhepunkt mit mehr als
14.000 Zählern
überschritten und hat dann
angefangen, abzurutschen.
Das wurde hauptsächlich
durch die Finanzaktien und
durch das, was die Leute
als Krise am
minderwertigen Kreditmarkt
und am Markt der CDOs
bezeichnen, verursacht.
Die Frage ist
offensichtlich, wohin es
jetzt weiter geht. Ist es
wie 1998, als der Markt
zuerst gefallen ist und
sich dann bis zum Ende des
Jahres wieder erholt hat?
Oder ist es diesmal
ernster? Ich gehe davon
aus, dass es diesmal
deutlich ernster ist."
Frage: "Wenn Sie eine
Prognose abgeben müssten
und da ihre Haltung
bearish ist: Um wie viele
Prozentpunkte glauben Sie,
werden die Wertpapiere der
Schwellenmärkte
durchschnittlich in der
näheren Zukunft fallen.
Antwort: "Nun, ich denke
der S&P hat eine sehr gute
Aussicht auf einen
Rückgang von 20 bis 30
Prozent und die
Aktienmärkte der
Schwellenökonomien
könnten, denke ich, um 40%
einbrechen. Das muss
vielleicht nicht heißen,
dass der Bullenmarkt an
den Schwellenmärkten damit
dann endgültig vorüber
ist, denn 1987 hatten wir
in Taiwan Einbrüche von
50% und danach ist der
Markt noch weitere vier
Mal gestiegen. Man kann
also große Korrekturen
haben und sich dennoch
immer noch in einem
Bullenmarkt befinden.
Doch wenn jemand zu mir
käme und fragte, "Wie
sieht es mit einer
positiven Preisentwicklung
beispielsweise beim S&P
aus?". Wir hatten 1.425,
der Höchstwert lag bei
1.555. Dann würde ich
sagen, die positive
Entwicklung und der große
Widerstand des Marktes
liegen bei zwischen 1.520
und 1.530 - die Vorteile
sind also eingeschränkt.
Aber wie steht es mit den
Risiken?
Was mir auffällt ist, dass
die Investoren deutlich
besorgter sind, das
nächste Standbein des
Bullenmarktes während
steigender Preise zu
verpassen, als über die
Risiken, viel Geld zu
verlieren. Und ich denke,
dass sich das nach und
nach ändern wird und das
wird geringere Kurse bei
den Wertpapieren bedeuten
und auch die Preise
anderer Vermögenswerte,
wie z.B. Rohstoffe,
könnten entscheidend
einbrechen und natürlich
auch die Immobilienpreise
überall auf der Welt."
Liebe Leser dieser Zeilen,
Sie sollten sich bewusst
sein, dass dieser
Abwärtstrend extrem lang
und ernst ausfallen
KÖNNTE.
Hier ist ein weiteres
Dictum: Die Stärke einer
Korrektur ist gleichwertig
und entgegengesetzt zur
Täuschung, die ihr
vorangegangen ist. Niemals
zuvor in der Geschichte
der Welt haben so viele
Leute an so viele Dinge
geglaubt, die einfach
nicht wahr sein können.
Und es könnte einer langen
und schmerzhaften
Korrektur oder etwas
schlimmeren bedürfen ...
das wieder gerade zu
biegen. Und das ist der
Grund, warum ich an meinem
Gold festhalte. Wenn ich
Geld bräuchte, würde ich
etwas anderes verkaufen.
Doch das ist auch schon
alles, was ich heute zu
diesem Thema zu sagen
habe, denn ich bin in
Ferien.
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